In der Butterwoche, in der Zeit, wo die Schlittenwege schlecht zu werden anfangen, gab es allerdings in jedem Hause Stöhnen und jammern: alle hatten Zahnweh.
Es roch in der Luft eigentümlich nach Zahntropfen und Kampferöl.
So ging es acht Tage lang.
Der Frühling brach an, ein früher und warmer Frühling. Das viele Wasser ließ die Gärten schon zu Ostern ergrünen, und auf den Feldern lief die Wintersaat üppig und kräftig auf.
In der Woche nach Ostern wurden die Hochzeiten gefeiert.
Es fanden sich sogar Leute, die mit Wohlwollen der Weißen Fjokla gedachten:
»Schade um sie . . . Sie hätte ja noch gut leben können!«
Man begann Häuser zu bauen: unter feierlichen Zeremonien wurden Grundsteine zu mächtigen Bauten gelegt und mit Weihwasser besprengt. Von Tag zu Tag wuchsen die Baugerüste in die Höhe neben den Holzkreuzen, die die zukünftigen Wohnstätten beschatteten.
Am Mittwoch der vierten Woche nach Ostern gab es einen bedenklichen Vorfall, der in der Stadt großes Aufsehen erregte: als in der Badestube des Bischofs Feuer ausbrach, zog man aus den Flammen die halbverkohlte Leiche der Vorsteherin des Nonnenklosters zum Heiligen Geist heraus, und Bischof Antonius konnte infolge der Brandwunden am ganzen Körper lange Zeit keinen Gottesdienst abhalten.
Die Leute zwinkerten einander zu und machten Anspielungen.