Von den übrigen Bekannten lohnt sich gar nicht zu sprechen. Sie überhörten den Wersenewschen ›Teufel‹ ganz einfach und schenkten ihm nicht die geringste Beachtung.
»Wenn Wersenew den Teufel ruft, so ist es seine Sache! Es gibt Redensarten, die von Vornehmheit und Überhebung zeugen: so das ›Bitte zu beachten‹ des Landrats Pustoroslew; es gibt fromme Redensarten, die ekstatisch veranlagten Leuten eigen sind, wie zum Beispiel ›Herr Jesus!‹ Es kommt aber auch vor, daß vornehme Herren in hoher gesellschaftlicher Stellung, wie zum Beispiel
der General a. D. Belojarow, Ausdrücke gebrauchen, die nicht wiederzugeben sind; und zwar nicht nur, wenn sie von etwas überrascht und bestürzt sind — in diesem Fall kann es ja auch jedem wohlerzogenen Menschen, der sonst in seiner Ausdrucksweise sehr vorsichtig ist, passieren —, nein, es ist einfach eine üble Angewohnheit.«
So urteilten die Gleichgültigen.
Niemand wagte Sergej Sergejewitsch selbst über seine Redensart zu befragen. Manchmal lächelte man dazu, aber niemand hatte den Mut, die Frage ganz unverblümt zu stellen. Man genierte sich einfach, eine solche Bagatelle zur Sprache zu bringen.
Wersenew selbst war sich aber seiner Angewohnheit wohl gar nicht bewußt.
Wäre er sich dieser seiner Angewohnheit bewußt gewesen, so hätte er sich doch hie und da beherrschen können. Das war aber noch niemals vorgekommen: jede Begrüßungsansprache, jeder Geburtstagstoast endete bei ihm unfehlbar mit dem ›Teufel‹.
Ohne den Teufel gab es bei ihm keine einzige Rede, kein einziges Gespräch und keinen einzigen Satz.
Es wäre aber immerhin interessant zu ergründen, wann und warum er sich diese dumme Redensart angewöhnt hatte!
Eines war klar: daß es hier weder das berühmte Astriosowsche ›eiserne Bindeglied‹, noch überhaupt ein Bindeglied gab: der Wersenewsche