Sie gingen mit ihm. Einen führte er zum Garkoch und sagte zu ihm: »Gib ihm zwei Franken; er wird dir deine Schuhe geben.« So zeigte er schließlich allen, wo er ihre Schuhe verpfändet hatte, und die armen Schüler gaben Geld her, um sie wiederzubekommen. Er blieb bei seiner Mutter; und von den Speisen hatten sie noch zwei Tage zu essen.
412.
ALs sein Vater starb, trug ihn Dscheha auf den Markt und beerdigte ihn dort; aber einen Fuß des Toten ließ er außerhalb der Erde. Die Leute sagten zu ihm: »Was, Si Dscheha? du läßt den Fuß deines Vaters außerhalb der Erde? was ist das für ein Begräbnis?«
»Nun,« antwortete er, »jedermann weiß, wie er seinen Vater zu begraben hat. Dieser Platz ist das Grab meines Vaters, nicht wahr? Wenn ich also auf den Markt komme, werde ich meinen Esel an den Fuß meines Vaters binden, und niemand wird mir etwas sagen dürfen.«
Eines Tages ging Dscheha auf den Markt; er band seinen Esel an den Fuß seines Vaters und ging dann einen Fleischhandel anfangen. Er kaufte einen magern Ochsen, tötete ihn, deckte ihn ab, zerstückelte ihn und legte die Fleischstücke auf einen großen Stein. Alle andern Fleischer töteten fette Tiere. Sie verkauften und gingen weg; Dscheha blieb zurück. Alle, die bei ihm vorbeikamen, spien aus und setzten ihren Weg fort.
Als es Abend wurde, war er allein noch da. Die Hunde umgaben ihn und er sagte zu ihnen: »Wollt ihr es kaufen?«
Sie begannen alle zu knurren. Dscheha wandte sich zu dem größten im Rudel: »Wenn du für sie bürgst, so verkaufe ich ihnen meinen Ochsen.« Der Hund knurrte. »Ich weiß,« sagte Dscheha, »daß du mir für mein Geld gut bist«, und überließ den Hunden das Feld. Sie fraßen das Fleisch des Ochsen und Dscheha ging.
Am nächsten Markttage kam er wieder und ging sofort zum Grabe seines Vaters. Er sah, daß dort einer sein Maultier angebunden hatte; er fragte: »Wer ist das, der sein Maultier hier angebunden hat?«
Der Herr des Maultiers erhob sich und antwortete: »Ich bins.«
»Was?« sagte Dscheha. »Das ist das Grab meines Vaters. Ich habe seinen Fuß heraußen gelassen, damit alle Welt weiß, daß der Platz mein ist; denn man sieht sehr wohl, daß das das Grab meines Vaters ist, und alle, die herkommen, sollten sich sagen: ›Der Platz gehört Si Dscheha.‹ Hier hat niemand etwas zu suchen.«