Der Eigentümer des Maultiers sagte zu ihm: »Ich habe nicht gewußt, Freund, daß das der Fuß deines Vaters ist; ich habe ihn für ein Stück Holz gehalten.«
Dscheha antwortete: »Von heute an gib acht, nicht wieder hieher zu kommen.«
Von diesem Tage an wurde der Platz Eigentum Dschehas.
413.
ALs der Eigentümer des Maultiers und Dscheha auseinander gegangen waren, begann Dscheha den Hund zu suchen, der die Bürgschaft für die andern Hunde übernommen hatte. Als er ihn gefunden hatte, sagte er zu ihm: »Jetzt will ich mein Geld von dir haben.« Der Hund riß aus, aber Dscheha verfolgte ihn, indem er sagte: »Die Flucht wird dir nichts nützen.«
Er hatte die Absicht, mit diesen Hunden eine gewisse List ins Werk zu setzen; er hatte nämlich sagen hören, die Tochter des Sultans habe seit dem Tage ihrer Geburt weder gelacht, noch gesprochen, und hatte sagen hören, der Sultan habe gesagt: »Ich werde meine Tochter dem geben, der sie zum sprechen bringt.«
Dscheha ging einen Strick kaufen, und den knüpfte er an einen Baum. Dann lief er, um die Hunde zusammenzufangen. Alle, deren er habhaft werden konnte, band er an diesen Strick; und als er sie alle angebunden hatte, ging er mit einem Stocke auf sie los, wobei er in einem fort sagte: »Gebt mir mein Geld.«
Das Haus des Sultans war gegenüber von dem Baume, woran er die Hunde gebunden hatte, und die Tochter des Sultans betrachtete das Schauspiel von ihrem Fenster aus. Dscheha verfolgte die Hunde ununterbrochen; wenn er von der einen Seite her auf sie eindrang, retteten sie sich auf die andere, und wenn er sie verfolgte, liefen sie in einer andern Richtung.
Darob begann die Tochter des Sultans zu lachen. Das hörte die Negerin und ging zum Sultan und sagte: »Herr, meine Gebieterin lacht.« Hastig lief der Sultan hin, und als er bei seiner Tochter war, fragte er sie: »Tochter, warum lachst du? Zeit deines Lebens hast du noch nicht gelacht. Heute hat Gott dein Herz erschlossen.«
»Vater,« antwortete sie, »du siehst, was der Mann dort mit den Hunden treibt; das ist der einzige Grund, daß ich lache.«