Der Sultan sagte zu seinem Sklaven: »Geh zu dem Manne dort, der die Hunde gefangen hat, und sag ihm: ›Wohlan, schenke den Hunden die Freiheit; der Sultan sagt dir: komm.‹« Der Neger ging. Als er bei Dscheha war, wiederholte er ihm die Worte des Sultans.
»Ich werde sie nicht freilassen,« erklärte Dscheha; »ich habe ihnen auf dem letzten Markt einen Ochsen verkauft, und heute haben sie sich geweigert, mich zu bezahlen.«
»Komm doch zum Sultan, Narr, der du bist,« sagte wieder der Neger. »Er wird dich, so Gott will, reich machen. Er selber hat mir gesagt: ›Sag ihm, er soll kommen und die Hunde laufen lassen; ich will ihn bezahlen.‹«
Dscheha ließ die Hunde laufen, sagte aber zu dem Neger: »Vielleicht hast du mich zum besten, und dann habe ichs.«
Dscheha ging also mit ihm, und als er vor dem Sultan stand, sagte dieser zu ihm: »Was hast du mit den Hunden gehabt?«
»Am letzten Markte«, antwortete Dscheha, »habe ich ihnen einen ganzen Ochsen verkauft, und sie haben ihn gefressen. Heute habe ich zu ihnen gesagt: ›Gebt mir mein Geld.‹ Sie haben sich geweigert. Dann habe ich sie gefangen.«
»Wie viel forderst du?«
»Zwanzig Duro.«
»Komm,« sagte der Sultan und ließ Dscheha in ein Zimmer treten. Dscheha sah, daß es voll Gold war.
»Also,« sagte der Herrscher, »nimm dir, was du willst.«