»Das ist es nicht, was ich will,« sagte Dscheha. »Laß mich nur gehn und meine Schuldner wieder fangen.«

Die Tochter des Sultans war dabei; da sie zu lachen begann, sagte Dscheha zu ihr: »Du hast recht, dich über mich lustig zu machen; denn nachdem ich alle beisammen gehabt habe, die mir Geld schuldig sind, bin ich von euch zum Narren gehalten worden. Dein Vater hat den Schwur vergessen, den er deinetwegen geschworen hat. Laß mich jetzt wenigstens gehn, um meine Widersacher zu verfolgen.«

Da der Sultan gesehn hatte, daß Dscheha ein sehr schmutziger Mensch war, hatte er nicht vom Anfang an zu ihm sagen wollen: »Ich gebe dir meine Tochter«; indem aber Dscheha das Wort Schwur aussprach, rief er dem Sultan die Sache ins Gedächtnis, und nun sagte dieser: »Wohlan, so heirate meine Tochter.«

»Ich werde sie nicht heiraten,« antwortete Dscheha, und das zu dem Zwecke, für einen gewichtigen Mann angesehn zu werden.

»Warum willst du sie nicht heiraten?«

»Weil ich, wenn ihr mich auch jetzt sehr schmutzig seht, immerhin der Sohn eines Sultans bin; gebt acht, daß ihr euch nicht in mir täuscht.«

»Das ist gerade das,« sagte der Sultan, »was auch mein Wunsch war; es war mir darum zu tun, daß meine Tochter einen Sultanssohn und nicht irgendeinen schmutzigen Bauer heirate.«

Er gab ihm seine Tochter und Dscheha heiratete sie. Und der Sultan sagte zu ihm: »Nun, mein Schwiegersohn, wirst du bei mir wohnen oder in deinem Hause?«

»Bei dir will ich nicht wohnen,« antwortete Dscheha; »ich habe ein Haus.«

»Also, da ist deine Frau, nimm sie; nimm auch alles Geld, alle Kamele, alle Pferde und alle Maultiere, die du willst.«