»Ach Effendi,« sagte sie und begann noch mehr zu weinen, »wie könnte ich das, wo du so krank bist?«
»Wenn du mich liebst,« bat der Hodscha, »dann tust du, was ich dir gesagt habe.«
Nun wurde in ihr die weibliche Neugier rege. »Nein,« sagte sie entschieden; »ich werde es nicht früher tun, als bis du mir gesagt hast, warum du es von mir verlangst.«
»Ich möchte es dir ja sagen, aber ich fürchte, du wirst dich dann über mich ärgern.«
»Nein, wahrhaftig nein.« Und zum Beweise schwor sie ihm, daß sie alles machen werde, wann sie den Grund gehört haben werde.
Und der Hodscha sagte: »Denkst du denn nicht auch, liebes Weib, daß Asrael, wenn er um meine Seele kommen und dich so schön gekleidet und geschmückt sehn wird, lieber dich mitnehmen wird als mich?«
In diesem Augenblicke hörte die Frau zu weinen auf.
449.
DEr Hodscha saß vor seinem Hause und rauchte. Da kam sein nächster Nachbar und sagte nach dem gewöhnlichen Gruße: »Aber Hodscha, warum brällt denn dein Esel schon seit dem frühen Morgen?«
»Warum fragst du mich? frag ihn.«