Strick vom Mittagessen auf sein Zimmer, will Briefe schreiben. Vierfüßiges Getrapp auf der Treppe fängt an, an die Tür klopft es, einmal, zweimal. Strick denkt, ich antworte nicht. Sie klopfen weiter, stoßen mit den Füßen. Einer flüstert: „Er ist nicht zu Hause.“ Der andere wimmert: „Doch, er schläft. Klopfen Sie noch mal, ich kann nicht mehr.“

Die Tür wackelt von den Tritten, ein Likörglas fällt vom Vertikow. Einer winselt: „Sehen Sie, der trinkt Likör.“ Vorsichtig wird die Tür geöffnet. Strick liegt über dem Papier, tut als ob er schläft. Der Teufel läßt den rechten Arm sinken. Feuchtedengel nach vorn gestürzt, muß auf allen Vieren kriechen, die Brust hängt dicht über dem Boden, seine Arme baumeln, schleifen nach, die Handrücken wischen den Teppich; der Kopf geht hoch, um etwas zu sehen, schlägt mit der Stirn wieder auf.

Der andere tippt den Schlafenden leise ans Ohr. Dem ist die Galle ins Blut gestiegen.

Er richtet sich vor den beiden auf, puterrot, gequollenen Gesichts, mit funkelnden Augen: „Nu hab’ ich’s dick.“

Der Teufel läßt den Feuchtedengel auf den Boden plumpsen, stemmt sich die Fäuste in die Weichen: „Fangen Se ooch noch an mit mir?“

„Sie haben sich mit dem verstunkenen Kerl Ihrer Wege zu scheren. Sie haben —“

„Ich kann mit dem Kerl nicht fertig werden. Er läßt das Jaulen nicht sein und er läßt es nicht sein, es ist nicht anzuhören. Dann verbinden Sie ihn eben, und die Sache ist fertig.“

Strick rast im Zimmer: „Er stinkt ja schon, Menschenskind; er fault ja, wie Sie ihn da sehen, in seinen Kleidern.“

„Dafür kann ich nichts. Dafür bin ich nicht da. Dann gehen wir zu einem andern Doktor.“

Unten wühlt der mit dem Kopf: „Ich will nicht; ich geh zu keinem anderen Doktor.“