Der lange Reiter sprang vom Pferd, fixierte den Mann unter dem riesigen Strohhut, in dem dichten Strohmantel, den er mit einer Hand vorn geschlossen hielt. Was er denn hier zu suchen hätte; wer ihm das gesagt hätte von der Einstellung von Feindseligkeiten. Ob er ein Wächter der Eingeschlossenen sei.

Wang bückte sich wieder zur Erde, sagte „ja“ und öffnete seinen Mantel, so daß sein Schwert sichtbar wurde. Er sei ein Freund des Ma-noh, der die Eingeschlossenen führe, ein naher Freund.

Der Offizier sah ihm ins Gesicht; er redete sehr leise: „Du bist kein Freund des Ma-noh. Mas Freunde tragen keine Schwerter.“

„Das waren die früheren Freunde Mas.“

„Seit wann ist der fremde Wächter ein naher Freund Mas?“

„Seit dem Untergang der Insel der Gebrochenen Melone. Auf der Flucht habe ich mich ihnen angeschlossen.“

„Und die Freunde Mas, viele Freunde Mas tragen jetzt Schwerter?“

„Viele Freunde hat Ma nicht.“

Der Offizier ging langsam mit Wang zurück, gab einem Diener den Zügel seines Pferdes; sie stellten sich, aus dem Dunkel hervortretend, gegen zwei Kiefernstämme, standen sich stumm gegenüber. Der gelbe Strohmantel Wangs schimmerte in dem Lichte; am Gürtel des sehr langsamen, ruhigen Reiters bewegte sich ein goldener krummer Prunksäbel.

„Wenn du ein Wächter und Freund Ma-nohs bist, so bitte ich dich, mir von ihm zu erzählen, wie es drüben in der Mongolenstadt geht, was Ma tut und spricht, wer seine Vertrauten sind.“