„Der mit dem Leoparden Geschmückte ist kein Feind der Gebrochenen Melone?“
„Ich heiße Hai, bin Oberst eines Kavallerieregiments. Vor ein paar Monaten trug ich nicht das Brustschild mit dem Leoparden. Ich ging ähnlich wie du, war ein Bruder unter ihnen drüben. Sie nannten mich wegen meiner Sprache die Gelbe Glocke. Du hast vielleicht den Namen gehört.“
„Ich habe deinen Namen nicht mehr gehört. Es sind die meisten tot, die dich gekannt haben. Auch haben uns viele verlassen wie du.“
Die Gelbe Glocke lächelte traurig, drehte den großen Kopf nach den Mauern, auf denen man die schwarzen Punkte der Wächter sich bewegen sah.
„Mich hat keine Gefahr erschreckt, als ich fortging; aber ich will nicht darüber zu dir sprechen, der du noch Bruder des heiligen Bundes bist und in so schlimmer Zeit Bruder bist. Ich möchte von dir hören, wie es Ma-noh geht, wie die Geister in der Stadt gerichtet sind.“
„Sprich nur. Du verwirrst mich nicht. Wir sind ruhig, unbeirrbar ruhig.“
In einer freudigen Bewegung legte die Gelbe Glocke eine Hand an Wangs Brust: „Ihr seid ruhig, ihr seid nicht in Angst? O, ist das schön, o, bin ich dem Fremden dankbar, daß er mir das sagte. Ihr weint nicht, ihr gebt euch nicht verloren! O, ist das schön. Ich bin nur darum hierher geritten, um dies von jemand zu hören. Ma-noh ist nicht von Haß geladen, er wütet gegen niemand.“
„Da du unser Bruder warst, weißt du ja, daß das Schicksal uns nichts anhaben kann. Eure Truppen und wer sonst kommt quälen uns nicht.“
„Ihr redet wie früher. Aber Ma-noh wütet nicht! Er widerstrebt nicht!“
„Du bist wieder Soldat geworden. Du hattest kein Vertrauen auf unsere kostbaren Regeln.“