„Wenn du Ma-noh siehst, erzähl ihm nicht von mir. Erzähl keinem von mir.“
„Wir wollen uns trennen. Deine Diener kommen. Wohin wirst du weiter gehen von den Mandschus?“
„Wir sammeln Menschen, Truppen, viel Waffen. Uns ist das Westliche Paradies nicht gegeben, uns noch nicht, lieber Bruder. Ich will dann Wang-lun aufsuchen, der ein Schwert tragen soll wie du. Nur das hilft, weiter nichts. Daß du jetzt ein Schwert trägst, hilft nichts mehr. Sei nicht zornig, weil ich anders denke als du. Geh in die Stadt hinein oder fliehe wie ich.“
„Wo stehen deine Truppen? Ich will mich deiner Worte erinnern.“
„Bei Pe-king. O, welch schönen Weg, lieber Bruder, gehen unsere Schwestern und Brüder drüben. Ich bitte nichts dringender, als daß sie zum Jaspissee hinfinden und von der Königlichen Mutter aufgenommen werden. Das Mondlicht ist so hell. Mögen sie den Weg leicht finden. Leicht finden.“
Die Gelbe Glocke trat von dem Stamme zurück. Sie verneigten sich voreinander, berührten sich an den Schultern.
Wieder irrte Wang, ohne Schlaf zu finden, zwischen den Kiefern.
Am grauen Morgen holten die Gefährten Wangs die zweirädrigen Wasserkarren aus den Höfen ihrer Besitzer ab, schirrten die Pferde an, trabten zum Brunnen. Nachdem es nicht gelungen war, den alten widerspenstigen Träger zu bewegen, sein Gefährt für den Tag abzugeben, hatten zwei der Helfer Wangs den Mann, als er aus seinem Hause in der Dunkelheit trat, ergriffen, seinen Mund mit Werg verstopft, ihn geknebelt, in eine Kuhhaut gebunden und auf einem gestohlenen Karren in ein abseits gelegenes verfallenes Haus gefahren, wo sie ihn in einen Winkel warfen.
Bei der ersten morgendlichen Fahrt in die Mongolenstadt begleiteten die Wasserträger ihre Schüler, später gingen sie nach Hause, streiften durch die Schenken. Das Fehlen des alten Mannes fiel nicht auf, da der Sonderling nicht regelmäßig fuhr.