Ngoh leidenschaftlich: „Ich kann nicht mitreiten, wenn ihr die Rote Stadt nicht hinlegt, Wang. Das muß mit ihr geschehn; so reite ich gern mit.“

„Gut, wie du willst; es kommt darauf nicht an; es kommt auf ein paar Häuser nicht an.“

Sie bogen um eine Ecke, standen am Marktplatz vor einem schmalen Haus, in dem Wang sich einquartiert hatte; Wang machte, überlegend, kleine Augen; dann lud er Ngoh ein. Eine Frau kam gestelzt; die beiden Männer saßen in einem verräucherten Zimmer auf der Matte, schluckten Tee.

Wang nach einer Pause, versunken: „Ich lebe noch, wie du siehst. Das Jamen ist heruntergebrannt.“

„Wir wollen nicht davon sprechen.“

„Das Leben dreht sich wie eine Mühle; man weiß nicht, welche Seite man gerade erwischt hat. Jetzt bin ich wieder einmal — nicht verbrannt.“

Ngoh sehr leise: „Es geht uns allen so.“

„Seufzen kann man, wüten, brüllen, wenn man nur weiß, wo man hält. Es kann mich einer umbringen, ohne daß ich wüßte, ob er recht oder unrecht tut.“

„Ich habe das nicht verschuldet, Wang.“

„Im Hia-ho, was machen sie jetzt? Meine Frau — wohnt bei ihrer Sippe; meinen Namen wird sie schon wissen; sie wird nicht viel nach mir jammern. Das ist noch gut. Sonst liegt auch im Hia-ho etwas, das nach Jahren kommt und sagt, ich müsse kommen, weil irgend etwas von mir noch nicht fertig ist. Immer liegt irgendwo so Wolken, Wasser, Unbestimmtes, das nach Jahren sich besinnt und mich haben will.“