„Was ist geschehen? Hat dich einer verletzt? Was hat man dir getan?“

Er wiederholte dreimal, fünfmal, zehnmal, daß er zu ihnen sprechen wolle, verschluckte sich, verschränkte die Arme, wandte sich von einer Laterne ab, die man ihm ins Gesicht hielt, flüsterte: „Omito-fo, Omito-fo, Omito-fo.“ Und dann rief er laut mit der Stimme, die ins Herz schnitt: „Ich will fort. Von ihr, die über das schaumvolle weiße Meer führt, ist mir nichts zuteil. In den wachsenden Ring der Frommen bin ich nicht aufgenommen. Ich muß mich opfern für euch, ich weiß, daß ich es muß, weil mir anderes versagt wurde. Aber euer armer Bruder, der nicht euer Bruder ist, kann nicht mehr leben. Ich will fort. Schmäht mich nicht oder schmäht mich. Euer armer Bruder ist rettungslos auf das Rad des Daseins geflochten und weint darum vor euch.“

Die Männer beteten. Die klaren Köpfe wurden von einer stärkeren Bestürzung befallen.

„Was willst du?“

„Du brauchst uns nicht mehr zu führen. Wir wollen uns abwechseln.“

„Hab doch Geduld, Ma-noh. Wang-lun steht nur zweihundert Li hinter uns.“

„Ma, dich hat ein Dämon befallen. Glaub es mir. Das ist ein Dämon.“

„Du bist unser Bruder. Wir sind nicht reiner als du. Du mußt verzweifeln. Bleibe hier, bleibe bei uns, Ma!“

„Was willst du?“

Mas Erregung wuchs. Die Zurufe erreichten ihn nicht.