Der Vorsitzende fauchte über den Tisch gegen sie. Haslau zitterte, brummelte: „Also ihr laßt mich raus, wenn ihr’s doch hört! Die Sach ist

zwischen mir und Fabian. Die Sach ist beschlossen und gerichtet und beendet. Ich misch mich auch nicht in euren Streit. Ihr laßt mich raus!“

Der Richter donnerte: „Sie haben sich ruhig zu verhalten hier.“

Mit unkenntlichem Gesichtsausdruck, fade schielend, die Augen etwas wässerig leer, bewegte sich der Wirt an der Brüstung, setzte sich schwerfällig, während er grunzte, und sein Brustkorb arbeitete. Seine blaurote Unterlippe zuckte pulsierend. Hitzinger flüsterte hetzend; Haslau winkte ab.

Es war nichts zu beweisen. Er wurde zu zehn Tagen Haft wegen Fahrlässigkeit und so weiter verurteilt.

„Karl,“ sagte er auf der Straße zu Hitzinger, „die wollten mich umbringen. Wenn ichs nicht hintergeschluckt hätte, saß ich drin.“

Der lange Hitzinger beruhigte ihn. Zu Hause beim Anblick der grünen Kognakflasche, die Kathrine hereintrug, weinte Haslau erbittert. Er zog die karierten Vorhänge zu, schwieg erst, trank und gluckste finster: „Karl, ist für die denn ein anständiger Mensch und ein Schwein dasselbe? Wegen des dicken Fabian, des Viehs, der meinen Wein ausgesoffen hat, muß ich ins Kittchen?“

„Wenn er’s wüßt, krank lacht er sich.“

Haslau schrie: „Krank lachen tät er sich. Schlimmer als Minzel Aloys war er.“

Als der andere bekümmert die Flasche an sich heranzog, legte der dicke Wirt den aufgestützten Arm hin, sagte entschieden: „Ich nicht. Es gibt noch Gerechtigkeit dafür. Bin kein Aff, Karl, sag ich dir, der sich kujonieren läßt wie ein dummer Lausbub von den hergelaufenen Federfuchsern auf dem Gericht. Bin ich ein solcher Aff?“ und pflanzte sich im Zimmer neben Hitzinger auf, den Hosengurt anziehend.