„Komm doch öfter zu mir.“
„Ja, und Lenchen bring ich mit.“
„Nicht. Komm allein und sag ihr nichts. Dann zeig ich dir den Weg zur Frau Kirbelei.“
Er stelzte nach Hause, dachte fröhlich, als draußen die Krähen und Rotamseln zankten und er seinen Hut nahm, wie verschieden die Welt sei an allen Orten.
Lenchen schluckte ihre Tränen herunter, als er zurückkam, und seine Tasche war noch voll und die Nadel steckte im Schürzenlatz. „Ihr Männer seid alles Tolpatsche. Du hast gewiß den Niklas aus Rappweiler getroffen, ihr seid ins Wirtshaus gegangen und dann habt ihr euch schlafen gelegt.“
Als er sie trösten wollte, patschte sie ihm über den Mund: „Ich will nichts von dir wissen.“
„Aber Lenchen, ich konnt’ sie nicht finden.“
Sie streckte ihm die Zunge heraus: „Dann geh da hin und da hin und da hin und find sie. Wenn ich ein Mann wär, würd’ ich sie schon finden.“
Und sie ließ ihn in der Küche stehen. Seufzend klopfte er Tags drauf bei ihr an, ließ sich frischen Eppich geben, marschierte zu dem Maulwurfsloche. Er schwitzte in der Sonne; in der Maulwurfshöhle ging es sich gut. Unten besah er sich einen Hecht, der still und silberglänzend an einem Fleck stand und sich nicht rührte; manchmal war er grünweiß und durchsichtig wie ein Geist. Hinzel überlegte, was sich wohl der Hecht die ganze Zeit dachte. Da
kam das Schneckenfräulein und sie schwatzten zusammen. Sie gab ihm wieder ihren Fuß zu spielen; er sagte: „Wenn Lenchen das wüßte, würde sie mich schön knuffen.“