„Bring eine Leiter, Ziwel,“ brummte Meeren, „das gnädige Fräulein will ins Aquarium.“
Der wurde feuerrot, steckte sein Hölzchen in den Mund; an jeder Seite konnte man darauf blasen: „Ich bring einen Lappen, damit sie durch’s Glas sehen kann.“
„Nichts von Durchsehen. Das Fräulein will hinein.“
Ziwel schwieg darauf eine Weile, probierte die Enden des Steckens. Dann huschte er rasch dicht an Julie, streichelte bewundernd ihre beiden Ärmel und blies, während van Meeren lächelnd einen Kieselstein aufhob, ein langes Lied vor ihren Ohren. Der Kiesel, den van Meeren warf, klappte auf den Nagel an seiner großen Zeh, da hörte Ziwel auf.
„Sie ist keine Wachtel. Wo ist das Aquarium für das Fräulein?“
„So groß hab ich keins.“
Traurig schob Ziwel in das Haus; er dachte, Julie wolle vielleicht ein Glas Milch trinken.
„Wir werden dir einen Bottich bauen,“ sagte sanft van Meeren; „wenn du zweimal mit einem Stein in dies Fenster wirfst, wird Ziwel aufmachen. Dann kannst du schwimmen und dich mit den Fischen unterhalten.“
Zaghaft kam nach zwei Wochen Julie daher. Hinter dem Häuschen im Freien, zwischen einem wüsten Scherbenhaufen und einem Erlengebüsch, stand mit riesiger Öffnung der Bottich, hoch wie zwei Männer, mit Holzlatten umschlagen. Weinend zog Julie um den Bau, van der Meeren schleppte hinter sich die Leiter aus der Küche; da sei kein Taschentuch not und sie brauche nicht zu weinen.
Ob sie die Kleider anbehalten könnte und die Stiefel.