Meggau erklärte unruhig, der Herr irre sich; er kenne vielleicht die Stände des deutschen Reiches nicht. Sie werden keine Steuern zahlen zur Erhaltung des Heeres.

„Graf Meggau mißversteht mich. Ich sprach nicht von den Ständen. Die Armee wird vorerst von mir aufgestellt und alsdann von den Reichslanden ernährt, da sie eine kaiserliche Armee ist.“

„Die Länder, wir schweigen von der Rechtslage, werden nicht zahlen.“

Wallenstein trat erstaunt zur Seite: „Ja, woher weiß das der Herr?“

„Weiß der Herr es anders?“

„Ich bin Soldat. Ein Dorf, ein Markt, ein Bauernhof zahlt sofort, wenn ein Fähnlein erscheint; eine Stadt, ein Kreis, ein ganzes Land zahlt, wenn das Heer ausreichend groß ist. Fragt die Obersten Kolloredo, Braunau. Fragt Böhmen. Fragt die Oberpfalz, die Rheinpfalz.“

„Wäre Euer Liebden ein anderer, würde ich glauben, Ihr habt nicht gut einige Tatsachen im Kopf. Böhmen war ein besiegtes Land, die Pfalz ist erobert. Der Kaiser führt nicht Krieg mit dem deutschen Reich.“

„Was meint der Herr damit?“

„Daß Euer Liebden nicht glauben müssen, das deutsche Reich sei Böhmen und der Kaiser hätte Befugnis mit Reichslanden, friedlichen, ebenso umzuspringen wie mit diesem.“

Die Wut in Wallenstein. Sein gelbes Gesicht vibrierte. Er warf den Degen auf eine Kredenz, die mit Bechern und Kannen im Grünen stand: „Wollen die Herren etwas von mir, oder ich von Ihnen? Wagt der Graf Meggau mich zu kujonieren?“