„Ja.“
„Der Kaiser stellt für das Reich das Heer auf.“
„Danach“, brachte Wallenstein widerstandslos und als ob er jeden Widerstand breche aus sich heraus, „führt der Kaiser niemals gegen das Reich Krieg, wenn er in Deutschland das Heer hinstellt, wo er will, und verpflegen heißt.“
Nun zog der Fürst seinen Arm zurück und schien nicht mehr zuhören zu wollen.
„Das ist ein Weiteres. Habt Geduld mit mir, Herr Oberst. Zunächst sah ich, was ich schon wußte, daß Ihr gut kaiserlich gesinnt seid. Ihr erbietet Euch, sofern die Römische Majestät zustimmt, in ihrem Namen Truppen aufzustellen. Hiergegen könnte von niemandem Widerspruch erhoben werden; jeder Fürst stellt Truppen auf. Daß das Reich diese Truppen zu erhalten hat, ist problematisch: dies werden die Stände bestreiten. Ihr meint, sie täten Unrecht daran.“
„Sie täten besser daran, es nicht zu bestreiten und sich vom Kaiser über ihre Pflichten gegen ihn belehren zu lassen. Graf Meggau, wir haben vor allem die Macht, den kaiserlichen Standpunkt zu vertreten. Sie aber nicht ihren.“
Harrach lächelte ihn an: „Wir wollen es nicht gleich auf einen Krieg mit den Ständen ankommen lassen.“
Wallenstein lachte mit: „Eben. Dies wird ihnen schwer werden. Wir machen es ihnen leicht: wir sind gleich erdrückend da. Widerstand ist aussichtslos, Paktieren, Jasagen die einzige Möglichkeit.“
Graf Meggau hatte sein Gesicht in stärkster Spannung zusammengerissen:
„Also Ihr setzt ein Heer hin, ein großes, erdrückendes; das Reich unterhält es. Der Kaiser ist außer dem Spiel.“