Als gegen Abend die Rollknechte in dem Amalienhof der Burg die leinenverpackten Geräte, kleinen Kisten auf ihren Wagen gehoben hatten, sich in Bewegung setzten unter Begleitung starker, als Knechte verkleideter Hatschiere, hatte Gurland sich im Danksagen Verzeihungbitten gegen Frey gesättigt.
Der geschwollene Lord schmetterte die Türe seiner Kammer zu; Rusdorf mußte ihm tragen helfen; vor dem Bett des melancholischen Pavel stolzierte händereibend der Lord, zwei Kerzen brannten auf dem Tisch; Faulbett Fensterbank Gesims Parkett bestellt mit kaiserlichen Gaben; auf dem kleinen Stollenschränkchen, dem buntgemusterten, mit gewundenen hohen Beinen, eine breite schwere gelbblinkende Schale, eine goldene Waschschüssel.
„So viel sind wir wert, den Herren! Herr von Meggau, Herr von Trautmannsdorf machen saure Gesichter, werfen mit großen dicken Worten. Der Kaiser schickt Geschenke!“
Pavel: „Der Kaiser mag nicht eins sein mit seinem Hofe.“
„Der Kaiser ruft mich zu einer Audienz.“
Rusdorf sondierte, ob er zur Audienz wolle.
„Freilich, ich werde ihn anhören. Dann um ein Geschenk bitten für Herrn Rusdorf. He.“
„Bitte der Herr um nichts. Wenn ich rate, gehe der Herr lieber nicht hin.“
„Das wäre.“
„Der Herr glaube mir. Ferdinand hielt Euch für einen käuflichen Schindhund. Den verruchten bestialischen Sinn wird der Herr bald erkennen. Ist kein Friede zwischen Habsburg und unsern evangelischen Häusern.“