„Nicht erzählen, Jonas.“

„Was wird mein armer Buckel dazu sagen?“ quarte er.

„Scher dich!“

Atemlos kam er bald angestürzt: „Sie waren hinter mir her. Ich hab sie irregeführt.“

„Mein Ring.“

Der Narr hatte ihn an.

„Schelm, gib den Ring.“

Ferdinand spie, während er den Schalk schüttelte: „Zu saufen, Kerl. Was du hast. Ich hab Durst, Kerl.“

Der entwischte, blieb weg, laut schmatzte er in der Nähe. Ferdinand taumelte zu ihm in den Winkel, wo eine Laterne brannte; da stopfte der Kobold Rettich, trocknes Brot. Ferdinand brüllte lachend: „Verfluchtes Vieh,“ riß den Korb her; der Schalk hielt sich schreiend am Henkel, sie stopften rissen schluckten und spien zerrten. Das Katzenfell, das rutschte, legte sich Ferdinand immer wieder auf die linke Schulter. Allein ließ er hingestreckt seinen Becher vollaufen, schlürfte, während ihm der Kopf wackelte und er den Korb vor die Brust zog. Plötzlich machte der Narr einen Ruck, kroch mit seiner Beute zehn Schritt davon, kreischte giftig: „Nichts kriegst du mehr! Verrecken kannst du, Dieb abscheulicher.“ Er saß im Dunkeln versteckt. „Gibst mir Rettich, du Hund?“ „Verrecken kannst du.“ Ferdinand kroch auf allen Vieren mit baumelndem Kopf, rief heiser, drohte bettelte. Der Schalk verzog sich weiter. Listig bat der Kaiser: „Ein Stückchen, Herr Doktor, bloß ein Stückchen.“ „Nichts, gar nichts. Nicht die Krume kriegst du Strolch.“ „Ich will was haben,“ brüllte der Kaiser, „ich kann nicht verrecken hier.“ „Du Dieb, ich werde dir zeigen.“ „Was habe ich dir getan, Jonas.“ „Nichts. Verrecken! Verrecken!“ „Ein Stückchen.“ Ferdinand saß unter einem laufenden Faß, flennte: „Nichts gibt er mir. Seht den Kerl an, den Jonas. Den ganzen Korb hat er voll. Das wird kein Doktor.“ „Verrecken.“ Da hob Ferdinand, sich auf den Bauch werfend, an der Katzenleiche ausgleitend, mit den Beinen strampelnd, sinnlos aus vollem Halse brüllend, die Arme auf, schmetterte sie auf den Boden, salbte sich aufbäumend sein Gesicht mit dem Schmutz: „So behandelst du mich, so behandelst du mich. Ich verklag dich.“ Wütend rutschte der Zwerg heran, schlug von hinten mit dem Korb gegen seine Beine. „Verklagen, du mich? Du Dieb.“ „Er bringt mich um. Hilfe. Grausame Not. Was habe ich dir getan.“

„Verleumder, mich willst du verklagen.“