„Was könnte wohl den Herrn Julian zu der Annahme verleiten, daß mich jemand geschickt hätte? Und wer sollte das wohl sein?“

Questenberg polterte: „Geht weg, Oberst. Ehrwürden, es trifft uns überraschend. Trink er, Oberst, und laß ers gut sein.“

Der spitzbärtige Offizier, als wenn er in lustiger Kompagnie wäre, intonierte lachend herausfordernd das Spottlied auf den Pfälzer Friedrich: „Das Heidelberger Faß gar groß, vor Zeit voll Wein, jetzt bodenlos.“

Lamormain nickte herüber: „Vortreffliches Lied, vortrefflich gesungen.“

Der Soldat, dunkelrot im Gesicht, mit schwarzen Blicken, die Stirn runzelnd: „Denkt der Ehrwürdige Herr mich zu foppen?“

„Bewahre Gott.“

„Er will mich foppen und wird es bereuen.“

Questenberg stampfte mit den Füßen, brünstig sich schüttelnd: „Weiter, weiter die Herren!“

Behaglich seufzte der Priester: „Sag auch: weiter, weiter. Aber hilft doch nicht; muß mir alleine weiter singen: ‚Er sitzt darauf, sehr schwach und krank, vom böhmischen Bürgertrank; sein Magen nicht mehr dauen kann.‘“

In den hallenden Lärm schrie der kleinere schmalgesichtige Offizier, der atemlos gewartet hatte: „Nun soll uns der Pater Lamormain verraten, ob er auch wagen würde, an einem andern Orte so zu singen und zu stolzieren.“