„Ich frag’ Euch.“

„Ich?“

„Ihr wißt es. Nicht den Blick herunter, allergnädigster Herr. Bin ich Euer Beichtiger? Seht in meine Augen.“

„Ich hätt’ es nicht gekonnt. Ihn niederwerfen! Ich hätt’ es nicht getan.“

„Und dennoch wie Ihr sagtet: ‚Das Unglück soll ihr Begleiter sein, die Klöster verbrannt, über den Knochen nichts als die Haut.‘“

„Pater, ich bin ein Mensch. Was wollt Ihr von mir?“

„Gebt mir Antwort: Warum gingt Ihr nicht zu ihm? Später, nachdem Euch die Niederlage vor ihm gereut hat?“

„Ihr wollt mir meine Ruhe nehmen.“

„Ich will Euch die Bürde abnehmen, allergnädigster Herr, da Ihr mein Beichtkind seid. Sprecht. Ist Euch nicht wohl?“

Ferdinand, ganz in weißer Seide, hatte seinen Hut abgerissen, in raschem Tempo ging er dem hinkenden Pater voraus, der schwer schnaufte und sich den Halskragen hinter ihm öffnete. Rechts seitlich traten die Bäume auseinander, im Hintergrund eines schattigen Platzes wurde ein niedriges kreuztragendes Bauwerk sichtbar, von Galerien umgeben, das Tor hoch und bildergeschmückt: eine Kapelle der heiligen Magdalene. Ferdinand, bläulich weißen Gesichts, stob in die Mitte des Platzes, aber der Pater folgte; er stützte sich auf seinen Krückstock, hielt den fliehenden Mann im Auge, folgte.