„Er wird mir helfen! Warum ist er gekommen und hat diese Szene gemacht. Ich will daran nicht denken. Er wollte Länder. Sie sind habsüchtig, wagen sich an mich heran.“

„Der Papst hat von dir Länder verlangt? So gib sie ihm doch. Freue dich, daß er sie verlangt.“

„Ich habe den Krieg gewonnen durch die Gnade des Himmels, durch tausende Gebete und Fürsprachen. Jetzt soll ich zeigen, ob ich’s verdient habe. Ist er nicht wie der Versucher, der Papst? Ich habe meine Macht begründet durch die göttliche Gnade, jetzt will er mich locken, ungerecht und ruchlos zu sein.“

„Ferdinand, von wem sprichst du! So freu’ dich! Gib! Gib mir, daß ich schenken kann! Ferdinand!“

„Ich hab’ ja nichts zu schenken, Eleonore. Ich besitze selbst nichts. Je mehr ich Kaiser wurde, um so mehr wurde von mir genommen, liegt nun da. Ich hab’ es alles zu verwalten, gut zu versehen, recht abzugeben. Ja, ich verfüge über nichts. Ich bin ganz arm, Eleonore.“

„Schenk’ mir. Sprich nicht so. Ich brauch’ es, ich bedarf es. Willst du nicht meiner gedenken, bin ich nicht deine Eleonore, die du aus Mantua geholt hast? Und ich will es ihm schenken, dem Heiligen Vater.“

„Bist du nicht die zweite Versucherin, Eleonore? Und dir würde ich noch eher nachgeben.“

Sie saß plötzlich steif, spannte ihr Gesicht; klar und ernst: „Ich weiß, es gibt einen Versucher, dem du nachgeben wirst, weil er dich zwingt. Das bist du. Wenn es auf mich fiel, könnte ich nicht widerstehen. Wo es dich getroffen hat, kannst du nicht anders. Ich weiß es.“

„Du weißt das?“

Abweisend artikulierte sie: „Ich weiß. Du kannst dich nicht entziehen. Du hast sowenig eine Wahl wie ich.“