„Seid still. Herr, führe uns nicht in Versuchung.“
„Pater, leibhaftig steht vor mir, was kommen wird, wie Ihr.“
„Herr, führe uns nicht in Versuchung. Schließt die Augen, seht nicht um Euch. Betet mit mir.“
Als er gemurmelt hatte, haftete der starre helle Blick Ferdinands an der Stirn des Jesuiten: „Es ist noch alles wie vorher. Ich kann mich kaum bezähmen, zu Euch zu sprechen.“
Lamormain, in der furchtbaren Angst über die Dinge, die er heraufbeschwören mußte, hielt sich kniend für sich, preßte den Rosenkranz an seine Lippen. Die Strafe raste über ihn. Von rückwärts berührte ihn der sehr stille Ferdinand: „Ich weiß: Eure Aufgabe ist schwer. Eure Qual ist groß. Ich will Euch gehorchen. Was habe ich zu tun?“
Da brachte der Pater in der Bitterkeit der Verzweiflung hervor, fast brüllend stieß er es aus sich heraus: „Ihr müßt den Herzog verabschieden, nicht behalten.“
Über die Schulter des Knienden beugte sich der Kaiser von rückwärts, ganz naiv und erstaunt, streichelte seinen Arm.
Ja, dies hätte er beschlossen: ob wohl der Papst etwas anderes beschlossen habe?
Und als sich Lamormain entsetzt herumwarf, murmelte Ferdinand, die Arme verschränkend, so hätte der Pater selbst gesagt, was ihm, dem Kaiser, nicht gestattet war.
„Ihr werdet Euch des Herzogs begeben? Der Krieg um Mantua soll aufhören?“