[Die Türe zur Rechten öffnet sich geräuschvoll und die ganze Verwandtschaft stürmt herein. Herr und Frau Pottenmiller, Herr und Frau Brunnick, Herr und Frau Knute, Ladislaja und Hermine Schrift und alle rufen allerlei durcheinander. Große Begrüßung. Alle nehmen endlich Platz und verhältnismäßige Ruhe tritt ein.]

Frau Regierungsrat Pottenmiller [Hans Georg vom Scheitel bis zur Zehe durch ein Lorgnon musternd]. So, so, da wäre also unser Südpolfahrer. Endlich einmal treffen wir dich daheim – bist sonst immer vergriffen.

Regierungsrat Pottenmiller. Willkommen daheim, lieber Neffe. Wie hat es dir am Südpol gefallen?

Frau Direktor Knute. Wer hat euch das Essen gekocht?

Hans Georg [lächelnd]. Wir wechselten ab – jede Woche kam die Reihe an jemand anderen.

Frau Knute [mit Verachtung in Ton und Geberden]. Kein Wunder, daß du so mager bist! Was verstehen die Männer von der Speisezubereitung?!

Ada Brunnick [sich zurücklehnend, mit scharfer kreischender Stimme]. Sag' einmal, was hast du für Pläne? Das darf man wohl erfahren, vermute ich. Wohlgemeinte Ratschläge wirst du natürlich wie immer ablehnen. [Sie zuckt mit den Achseln.]

Frau Knute [in befehlendem Tone]. Jetzt wirst du natürlich nicht albern genug sein die Stelle am hiesigen Gymnasium wieder abzulehnen. Man nennt deinen Namen gerade jetzt häufig in den Blättern und mir wurde privatim gesagt, daß du, mit einiger Protektion sogar an der Universität unserer Kreishauptstadt –

Ladislaja [schlägt die Hände zusammen, mit dünner Fistelstimme]. Nein, stellt euch vor, unser kleiner Hansi Universitätsprofessor!

Frau Hasselstein. Das ist auch mein höchster Wunsch – am liebsten als Gymnasialprofessor hier, das ist eben eine sichere Versorgung mit späterer Pension –