»Sie wird dir vergeben, wenn du sie um Verzeihung bittest!« sagte er. »Sie ist gut.«

»Soll ich sie um Vergebung bitten, weil sie mich umbringen wollte?« fragte ich und meine Augen blickten finster forschend in die meines Gatten.

Er schwieg und wandte sich ab.

»Soll ich mich entschuldigen, weil sie mein Kind getötet?« fragte ich noch einmal, und selbst diese elende kleine Gestalt fuhr bei dem Tone zusammen.

»Warum hast du ihr das Kind nicht gegeben, als sie es verlangt hat?« fragte er mich, und einen böseren Blick habe ich nie in menschlichen Augen gesehen.

Eine Pause entstand.

»Ich werde nie nach Europa zurückkehren,« warf er bitter hin, »und wenn mein Vater mich noch so sehr zwingen wollte. Lieber –« er vollendete nicht.

Der Arzt erschien mit der Wärterin, und da die Unterredung wieder Fieberanzeichen hervorgerufen hatte, verbot der Doktor Li Bai weitere Besuche während der nächsten Tage.

Ich starrte eben auf meinen ausgewickelten Fuß, auf dem wieder Strumpf und Schuh saßen, als sich die Saaltür öffnete und der Mandarin erschien.

»Besser, Ka?« fragte er.