Das interessierte mich, da meine vorigen Bekannten dessen nicht erwähnt hatten. »Warum?« fragte ich daher schnell.
»Oh,« kam es langsam von seinen Lippen, während er sich nachdenklich zurücklehnte und eine Zigarette rauchte, »weil sie so eintönig ist – immer dieselben Farben für Herren: grau, blau oder schwarz.«
»Und warum noch?« erkundigte ich mich weiter.
»Weil man immer nur Wolle oder Baumwolle verwendet, nie Seide. In China,« fügte er rasch hinzu, »habe ich immer nur Seide getragen, da hat man auch seidene Unterwäsche, nicht Fetzen wie hier,« bemerkte er wegwerfend.
»China ist reich an Seide, wir sind es nicht,« warf ich ein.
»Und diese Kragen!« räsonierte er von neuem. »So hart, so unbequem! Nie kann man sie fest genug machen, und immer sind sie eine Qual, gerade wie die Manschetten, die steif und unbehaglich die Hand umschließen und in diesem schrecklichen Lande gleich schwarz sind.«
Ich stimmte zu. Kragen und Manschetten mußten unerträgliche Dinge sein.
»Und die Hosen,« fuhr er fort.
»Ja, aber ohne Hosen können Sie doch nicht leicht umherwandern, nicht einmal in China,« sagte ich, und wir lachten beide.
»Gewiß nicht,« gab er zu, »aber wir tragen einen Kaftan oder ein so zugeschnittenes Kleidungsstück darüber und brauchen daher nicht so enge und strammsitzende Beinkleider zu tragen, die wehe tun. Auch formen unsere Hosen mit der Weste ein Stück, so daß sie nie hinunterfallen können.« Er sah mich so bitterböse an, als ob ich der Erfinder europäischer Hosen gewesen wäre.