Er überlegte etwas und richtete den Blick auf den Sohn:
»Was ist es also für ein Buch, Kolenka? . . .«
Nikolai Apollonowitsch hatte aus instinktiver Schlauheit das Gespräch auf Cohen gebracht; Cohen war ein neutrales Gesprächsthema. Dieses Thema schloß andere Themen aus, und so wurde eine Auseinandersetzung verschoben (von Tag zu Tag — von Monat zu Monat). Außerdem behielt der Sohn von der Kinderzeit die Gewohnheit, mit dem Vater lehrreiche Gespräche zu führen: so pflegte Nikolai Apollonowitsch, aus dem Gymnasium kommend, seinem Vater eifrig die Einzelheiten des gallischen Krieges zu erzählen; vergnügt hatte der Vater dem Sohne zugehört und wohlwollend dessen Interesse am Lehrstoff zu steigern gesucht. Auch in späteren Zeiten hat Apollon Apollonowitsch öfters seine Hand auf die Schulter seines Sohnes gelegt:
»Kolenka, du solltest die Logik von Mill einmal lesen: es ist dies — weißt du — ein nützliches Buch . . . Zwei Bände . . . Ich habe es seinerzeit von A bis Z gelesen . . .«
Nikolai Apollonowitsch erschien am Tage darauf mit einem mächtigen Buch in der Hand. Apollon Apollonowitsch fragte freundlich mit geheuchelter Unabsichtlichkeit:
»Was liest du da, Kolenka?«
»Mills Logik, Vater.«
»So—o, so—o . . . sehr, sehr gut.«