»Was . . . was haben Sie?«

»Nichts . . . nichts weiter.«

Und Ssergeij Ssergeijewitsch Lichutin schritt durch das winzige Zimmer auf und ab, die Hand zu einer Faust geballt.

Der rote Domino! . . . Ekel, Ekel, Ekel! Dort stand er hinter der Eingangstür — ha?! . . .

Leutnant Lichutin empfand Ekel und Grauen . . . Seinen Brief unbeachtet lassen, ihn, den Offizier, durch eine harlekinische Missetat zu entehren, durch eine giftige Grimasse seine geliebte Frau zu beleidigen!!! . . . Ssergeij Ssergeijewitsch gab sich das ehrliche Offizierswort, diese Schlange zu zertreten, zu zertreten; nach diesem Entschluß fuhr er fort, auf und ab durchs Zimmer zu spazieren, mit krebsrotem Gesicht, die Hände zu Fäusten geballt, den muskulösen Arm bei den scharfen Kurven in der Luft schwingend; selbst Sofja Petrowna war ängstlich geworden: ebenfalls rot, mit halb offenen Lippen, die ungetrockneten Tränen an den Wangen, verfolgte sie aufmerksam die Bewegungen ihres Gatten.

»Was haben Sie?«

Rauh klang jetzt die Stimme Ssergeij Ssergeijewitschs. In ihr lag jetzt Drohung und unterdrückte Wut.

»Nichts . . . nur so . . .«

Aufrichtig gesagt, Ssergeij Ssergeijewitsch empfand in diesem Augenblick auch gegen seine geliebte Frau so etwas wie Ekel, als wäre auch sie an der schmachvollen harlekinischen Tat des roten Dominos beteiligt.

»Geh in dein Zimmer: leg’ dich schlafen . . . überlaß alles mir.«