Aber niemand ist zu Hause, weder der junge Herr noch Apollon Apollonowitsch.

Über der Balustrade erhob sich wie damals die Säule aus weißem Alabaster, und auf ihr hob wie damals die Niobe ihre Alabasteraugen gen Himmel; dieses Damals überfiel Anna Petrowna (seither sind bereits drei Jahre verstrichen, und vieles wurde inzwischen erlebt), vor ihr tauchten die schwarzen Augen des italienischen Kavaliers auf, und wieder spürte sie ihre sorgsam verborgene Schüchternheit.

»Befehlen gnädige Frau Kaffee oder Schokolade? Oder vielleicht den Samowar?«

Anna Petrowna schüttelte mit Mühe die Vergangenheit von sich (hier war alles wie früher).

»Also, wie ist es euch all die Jahre gegangen?«

»Es ging eben . . . Aber ich muß der gnädigen Frau sagen: ohne Sie gibt’s keine Ordnung . . . Sonst aber blieb alles beim alten . . . . Der gnädige Herr hat . . .«

»Ja, das weiß ich . . .«

»Jawohl, immer neue Auszeichnungen . . . Die Gnade des Kaisers . . . Was ist da zu sagen: der gnädige Herr bedeuten schon was!«

»Und ist — der Herr — gealtert?«

»Der gnädige Herr kommt — wie es heißt — auf einen verantwortlichen Posten: er ist so gut wie Minister . . .«