Und hinter ihm her flog willenlos das engelhafte Geschöpf.
Rauchwolken von Zigaretten stiegen im Rauchzimmer auf; Rauchwolken stiegen im Vorzimmer auf. Hier streifte ein kleiner Kadettenschüler seinen Handschuh von der Hand und fächelte sich mit ihm Luft zu; zwei kleine Mädchen, eng umschlungen, flüsterten hier einander Geheimnisse, die vielleicht soeben aufgetaucht waren; die Schwarzhaarige sagte es der Blonden, und die Blonde kicherte und knapperte erregt an ihrem duftigen Batisttüchlein.
Im Vorzimmer stehend, konnte man auch einen Blick in das von Gästen vollgestopfte Speisezimmer werfen; dort wurden Butterbrote, Früchte in großen Schalen, Wein und Brauselimonade herumgereicht.
In dem grell erleuchteten Saal blieb jetzt der Tapeur ganz allein zurück; er legte seine Noten zurecht, trocknete sich sorgfältig die heißen Finger, fuhr mit einem weichen Läppchen über die Tasten, legte die Notenhefte säuberlich übereinander und ging, einem langbeinigen, schwarzen Vogel gleich, ein wenig unentschlossen — während die Diener ungeachtet seiner Anwesenheit im Saal die Fenster zum Lüften öffneten — in die Richtung des lackierten Vorzimmers.
Dort weiter irrte auch der Professor der Statistik einher, der bis dahin (wie auf Kohlen) im Salon gesessen war; er stieß jetzt auf den liberalen Leiter einer Kreisverwaltung, der einsam und gelangweilt im Durchgang stand, erkannte ihn, lächelte ihm freundlich zu, und wie geängstigt, daß dieser ihm davonlaufe, ergriff er mit zwei Fingern einen Knopf dessen Rockes, gleichsam als Rettungsanker; und nun hörte man:
»Nach den Ergebnissen der Statistik . . . Der jährliche Salzverbrauch eines normalen Holländers . . .«
Und wieder hörte man:
»Der jährliche Salzverbrauch eines normalen Spaniers . . .«
»Nach den Ergebnissen der Statistik . . .«