Schweigen.

»Sind Sie es? Was haben Sie?«

Ta — ta — ta — etwas wälzte sich von der Tür.

»Was ist denn los? Herrgott, ich fürchte mich, ich fürchte mich . . . Machen Sie doch auf, Liebling!«

Etwas heulte auf hinter der Tür und lief eilig in die inneren Zimmer; man hörte ein Rumoren, Stühle wurden geschoben; Sofja Petrowna glaubte die Lampe im Salon klimpern zu hören, dann wurde wieder ein Tisch geschoben. Einen Augenblick lang war dann alles ruhig.

Aber dann plötzlich hörte man ein furchtbares Krachen; wie wenn die Decke eingestürzt wäre und der Schutt nach unten fiele; unter den verschiedenen Tönen vernahm Sofja Petrownas Ohr mit Schrecken: das schwere Niederfallen eines menschlichen Körpers.

Unruhe

Apollon Apollonowitsch Ableuchow haßte im Grunde genommen das unvermittelte Sprechen, bei dem man in die Augen des Partners blicken mußte; das Sprechen mittels der Telephondrähte beseitigte diese Nachteile. Apollon Apollonowitsch horchte mit Vergnügen auf das Summen des Telephons.

Apollon Apollonowitsch ging zu Zukatows mit dem einzigen Vorhaben, dem Leiter eines gewissen Amtes einen Schlag zu versetzen. Diesem Amt hatte es in der letzten Zeit beliebt, mit einer radikalen Partei ein wenig zu kokettieren. Apollon Apollonowitsch haßte Kompromisse; und er wollte dem Parteileiter zeigen, wie er, einmal erst auf seinem hohen Posten, sich zum besagten Amtsleiter stellen würde . . .

Deswegen blieb Apollon Apollonowitsch den ganzen Abend bei Zukatows, vor sich das höchst widerliche Bild: konvulsivisch hüpfende Beine und blutrote, unangenehm knisternde Stoffe: solche roten Fetzen sah er schon einmal: auf dem Platze vor der Kathedrale: dort wurden diese Fetzen Fahnen geheißen.