»Ich muß, Kolenka . . . das heißt, nicht ich muß, sondern — wie ich hoffe — wir müssen . . . miteinander sprechen: hast du jetzt die nötige Zeit dazu? Die Sache, die mich aufregt, besteht darin . . .«

Apollon Apollonowitsch stockte, er lief wieder zum Spiegel (in diesem Augenblick schlug die Turmuhr), und Nikolai Apollonowitsch erblickte im Spiegel den Tod im Gehrock, sah einen vorwurfsvoll auf sich gerichteten Blick, hörte, wie Finger trommelten; da sprang mit lautem Lachen der Spiegel: wie ein Blitz durchschnitt ihn eine schräge Nadel mit lautem Knistern und blieb für immer im Glas wie ein Silberzickzack stecken.

Apollon Apollonowitsch warf einen Blick auf den Spiegel, und der Spiegel sprang; Abergläubische würden gesagt haben:

»Es ist ein böses, ein böses Zeichen . . .«

Geschehen, fertig: das Gespräch war nun unausbleiblich.

Mit allen Mitteln hatte Nikolai Apollonowitsch sich bemüht, die Auseinandersetzung hinauszuschieben; und gerade jetzt erschien sie ihm überhaupt überflüssig: alles hätte sich ja von selbst bald geklärt. Nikolai Apollonowitsch bedauerte, daß er nicht rechtzeitig aus dem Salon entwichen war (wie viele Stunden die Agonie schon dauerte: und unter dem Herzen schwoll ihm etwas, schwoll, schwoll); doch zugleich mit dem Schrecken empfand er eine seltsame Wollust: er konnte sich von seinem Vater nicht losreißen.

»Ja, Vater, ich habe, aufrichtig gesagt, diese Auseinandersetzung erwartet.«

»Ah, du hast sie erwartet?«

»Ja, ich habe sie erwartet.«

»Hast du jetzt Zeit?«