»Ich weiß wahrhaftig nicht, Kolenka, ich denke aber . . . Übrigens ist es mir so schwer, dir das zu erklären, besonders, wenn ich deine natürlichen Gefühle berücksichtige, die . . .«
Nikolai Apollonowitsch erbebte bei dem Blick, mit dem sich der Senator an ihn wandte, und — ganz merkwürdig: er fühlte plötzlich eine Aufwallung von — was glauben Sie? Liebe? — ja, Liebe zu diesem alten Despoten, der verurteilt war, in Stücke zerrissen zu werden.
Unter dem Einfluß dieses Gefühls machte er eine ruckhafte Bewegung in die Richtung seines Vaters: einen Augenblick noch, und er wäre vor seinem Vater niedergekniet, um ihm alles zu bekennen und ihn um Vergebung anzuflehen; aber der Alte, als er die Bewegung des Sohnes wahrgenommen hatte, zog wieder die Lippen fest zusammen, trippelte etwas eilig beiseite und begann mit einer Miene des Ekels mit den Händen zu fuchteln:
»Nein, nein, nein! Ich bitte Sie, es zu unterlassen . . . Ich weiß, was Sie wollen! . . . Sie haben mich gehört: bitte mich jetzt allein zu lassen.«
Zwei Finger klopften herrisch über den Tisch; die erhobene Hand zeigte auf die Tür:
»Sie halten mich zum besten; mein Herr, Sie sind nicht mein Sohn, mein Herr, Sie sind ein schrecklicher Schuft.«
Das alles sprach Apollon Apollonowitsch nicht, sondern schrie es heraus; unerwartet für ihn selbst brach es aus ihm hervor.
Pépp, Péppowitsch, Pépp
Nikolai Apollonowitsch rannte beinahe mit der Stirn gegen die Tür seines Zimmers; er drehte das elektrische Licht auf (Wozu? Die Sonne, ja, die Sonne blickte schon durch die Fenster) und lief in die Richtung seines Schreibtisches, wobei er unterwegs einen Stuhl zu Boden warf.
»Ah — ah — ah . . . Wo mag nur der Schlüssel sein?«