Was?
Ja: aus all diesen Türen ergoß sich das tödliche Schweigen über ihn; es breitete sich endlos aus und ließ ein sonderbares Rasseln vernehmen: und unermüdlich, ohne Aufhören schluckte irgendein schmatzendes Etwas seinen eigenen Speichel herunter, mit langgezogener Deutlichkeit. Es waren schreckliche, unbekannte Töne, aus Seufzern, aus dumpfem Stöhnen aller Zeiten zusammengeschmolzen; durch die schmalen Fenster oben konnte man sehen (und er hatte es gesehen), wie von Zeit zu Zeit die Düsterkeit aufblitzte, wie sie die Gestalt zerrissener Wolken annahm, wie alles aufleuchtete, wenn die blaß-türkisblauen Strahlen sich lautlos auf den Boden legten, um da bewegungslos und tot liegenzubleiben.
Dorten — dort: dort blickte der Mond herein.
Doch Schwärme nahten heran: ein Schwarm nach dem anderen — bauschige, dunstige, gewitterschwere — stürzten sich all diese Schwärme über den Mond her: die blaß-türkisblauen Strahlen erloschen; von überall her schwangen sich Schatten hervor; alles bedeckten die Schatten . . .
Da erinnerte sich Alexander Iwanowitsch Dudkin, daß er gestern abend über dieselbe Treppe gelaufen und die letzten, versagenden Kräfte angespannt hatte, ohne jede Hoffnung auf Überwindung. Und eine schwarze Gestalt (war auch das Wirklichkeit?) rannte ihm nach; lief hinter seinen Fersen her, seinen Fußspuren nach.
Und sie hatte ihn zugrunde gerichtet, rettungslos vernichtet.
Die Treppe!
An grauen Werktagen ist sie friedlich, alltäglich; von unten her kommen dumpfe Schläge: Krautköpfe werden gehackt: Die Partei von der Wohnung Nummer vier bereitet ihren Sauerkrautvorrat für den Winter; so alltäglich sehen die Treppengeländer aus, die Türen, die Stufen; über das Geländer ist ein alter, abgetretener, nach Katze riechender Teppich gehängt, der Partei aus Nummer vier gehörend; der Hausknecht mit einer geschwollenen Backe klopft ihn mit dem Ausklopfer aus; eine blonde Weibsperson, die aus einer Tür herauskam, niest in ihre Schürze: zwischen dem Hausknecht und der Weibsperson entwickelt sich wie selbstverständlich ein Gespräch:
»Uh—uh—uh!«