Türen!
Da, da und da . . . An dieser da ist der Wachsleinwandbeschlag ganz zerfetzt; aus den Löchern blicken Roßhaarbüschel hervor; an die andere ist mit einer Stecknadel eine Visitenkarte geheftet, die schon ganz vergilbt ist; sie trägt den Namen »Sakatilin« . . . Wer ist dieser Sakatilin? Wie er sonst heißt, welches sein Beruf ist — das alles ist den Neugierigen zu erraten überlassen: »Sakatilin« — und damit fertig.
Hinter der Tür gibt ein Fiedelbogen sich eifrig die Mühe, ein bekanntes Liedchen zu spielen. Und eine Stimme singt:
»Das Vaterland, das geliebte . . .«
Sakatilin, das wird sicher ein Musiker sein, der in einem Orchester eines kleinen Restaurants beschäftigt ist.
Das ist alles, was man bei der Betrachtung der Türen beobachten kann . . .
Die Stufen?
Sie sind mit Gurkenschalen, Straßenkotklumpen und Eierschalen reichlich bedeckt . . .
Er riß sich los und begann zu laufen
Alexander Iwanowitsch Dudkin warf einen Blick auf die Treppe, auf den Hausknecht und die Weibsperson, die sich gerade mit einem neuen Federunterbett aus der Tür schob; und — merkwürdig: die alltägliche Einfachheit der Treppe verwischte keinesfalls, was er diese Nacht hier erlebt hatte; selbst jetzt bei Tageslicht, angesichts der Stufen mit den herumliegenden Eierschalen, des Hausknechtes, der Weibsperson, der Katze, die auf dem Fensterbrett das Eingeweide eines Huhns verzehrte, kehrte zu ihm die überstandene Angst wieder: die Erlebnisse der vorigen Nacht waren — Wirklichkeit! Und in der bevorstehenden Nacht wird dieses Wirkliche wiederkehren: die Treppe wird dunkelschattig und schauerlich sein; wieder wird eine schwarze Gestalt sich an seine Fersen heften; hinter der Tür mit der Visitenkarte »Sakatilin« wird er wieder hören, wie jemand schmatzend seinen Speichel schluckt (vielleicht nicht Speichel, sondern Blut) . . .