Im Flur erfaßte er Ableuchows Mantel, doch Nikolai Apollonowitsch riß sich wieder los. Dann aber sah er sich um; mit leicht zitternder Hand schob er seinen burschikos sitzenden Hut tiefer in die Stirn und stieß mit gekünstelter Festigkeit halblaut hervor:
»Das ist sozusagen . . . ekelhaft! . . . Hören Sie?«
Und er rannte mit kleinen Schrittchen über den Hof weiter.
Alexander Iwanowitsch hielt sich einen Augenblick an der Tür fest. Alexander Iwanowitsch wurde von einem Unruhegefühl erfaßt: er wurde ohne jeglichen Grund beleidigt; einen Augenblick überlegte er, was er zu tun habe; unwillkürlich zuckten seine Glieder; unwillkürlich streckte er seinen feinen, weiblichen Hals vor; dann holte er mit zwei Sätzen den Davoneilenden ein.
Er klammerte sich fest an den ihm entwichenen Überwurf; der Eigentümer des Überwurfes machte verzweifelte Versuche, sich loszureißen; für einen Augenblick lang war auf dem engen Raum zwischen zwei Holzstößen eine Balgerei entstanden; etwas fiel dabei herunter, und auf dem Asphalt ertönte ein metallischer Klang. Mit dem Stock fuchtelnd, voll Wut stieß Nikolai Apollonowitsch einzelne sinnlose Worte von unglaublichem und vor allem beleidigendem Inhalt hervor, beleidigend für Alexander Iwanowitsch.
»Das nennen Sie Aktionen, Parteiarbeit? Mich von Spionen zu umgeben . . . Mich überall zu verfolgen . . . Selbst an nichts mehr glauben . . . Die Offenbarung lesen . . . Zugleich aber spionieren . . . Mein Herr, Sie sind . . . Sie sind . . . Sie sind . . .«
Endlich riß sich Nikolai Apollonowitsch wieder los: sie rannten durch die Straße.
Die Straße
Die Straße!
Wie hat sie sich verändert! Wie haben diese rauhen Tage auch auf sie eingewirkt!