Nasen schoben sich in Mengen daher: Adlernasen, Hahn-, Enten- und Hühnernasen; und so weiter, und so weiter; dort wieder eine auf die Seite gebogene Nase; dann wiederum eine, die nicht gebogen war: grünliche, grüne, blasse, weiße und rote Nasen.

All das wälzte sich ihnen entgegen auf der Straße: sinnlos, eilend, massenhaft.

Nikolai Apollonowitsch, der mit bittenden Gesten Dudkin folgte, kaum imstande, ihn einzuholen, konnte sich noch immer nicht entschließen, mit der Hauptfrage hervorzutreten, die sich aus der Tatsache: der Schreiber des schrecklichen Briefes konnte unmöglich im Auftrage der Partei gehandelt haben, ergab; das war es aber, was ihn jetzt ausschließlich beschäftigte: diese Frage war ja für ihn von äußerster Wichtigkeit — seiner praktischen Konsequenzen wegen; und sie füllte sein ganzes Hirn aus.

»Sie glauben also — Sie glauben also, es hat sich in das Ganze ein Irrtum eingeschlichen?«

Nachdem er diesen zögernden Versuch gemacht hatte, an die ihn beschäftigende Frage heranzugehen, fühlte Nikolai Apollonowitsch, wie brennende Ameisen über seinen Körper zu kriechen begannen: wie, wenn das alles nur ein Verstellungsspiel war? dachte er, und die Angst packte ihn von neuem.

»Sie sprechen von dem Brief?« hob Alexander Iwanowitsch die Augen, nachdem er sich von dem Strom von Köpfen, Hüten, Schnurrbärten losgerissen hatte.

»Selbstverständlich — nicht nur ein Irrtum . . . Es ist nicht nur ein Irrtum: es ist ein niederträchtiger Schwindel in der ganzen Sache. Das Unsinnige ist tadellos durchgeführt und verrät ein sicher gestecktes Ziel: sich in die Beziehungen zweier eng miteinander verknüpften Menschen zu drängen, sie verwirrt zu machen und so in einem Chaos die Parteiaktion zu ertränken.«

»Dann helfen Sie mir aus der . . .«

»Eine unglaubliche Verhöhnung,« unterbrach ihn Dudkin, »ein Hineinziehen von Klatsch und Schauermärchen . . .«

»Dann flehe ich Sie an, raten Sie mir . . .«