»Und zu all dem mengte sich Verrat; es riecht nach Verhängnis, nach Grauenhaftem . . .«

»Ich weiß nicht . . . Ich bin ganz verwirrt . . . Ich . . . ich habe diese Nacht nicht geschlafen . . .«

»All das ist ein Schauermärchen . . .«

Von Mitleid übermannt, streckte Alexander Iwanowitsch Ableuchow die Hand entgegen; dabei merkte er, daß Nikolai Apollonowitsch viel kleiner war als er (Nikolai Apollonowitsch war eben nicht mit Größe gesegnet).

»Versuchen Sie Ihre ganze Kaltblütigkeit zu bewahren . . .«

»Mein Gott! Sie haben leicht von Kaltblütigkeit reden; ich habe diese Nacht nicht geschlafen . . . ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll . . .«

»Warten Sie . . .«

»Werden Sie zu mir kommen?«

»Ich sage Ihnen: warten Sie; ich werde Ihnen aus der Sache heraushelfen.«

Er sagte es so überzeugt und sicher, ja, fast feierlich, daß sich Ableuchow sofort beruhigte; aber die Wahrheit gesagt, überschätzte Alexander Iwanowitsch in seiner Aufwallung von Mitleid, die Möglichkeit für ihn zu helfen, in hohem Grade . . . In der Tat: in welcher Weise konnte er helfen? Er war ein Einsamer, durch die konspirative Stellung von der Außenwelt Abgesonderter; die Konspiration schnitt ihm den Weg selbst zur Parteitätigkeit ab; dem Komitee selbst aber hat er nie angehört, obschon er Ableuchow großsprecherisch vom Stabsquartier erzählt hatte; das einzige, was er tun konnte, war — mit Lipantschenko Rücksprache zu nehmen. Vor allem jedoch hieß es, den bis zum Äußersten erschütterten Ableuchow zu beruhigen.