Der Franzose trocken:

»Mais j’espère . . .«

Soja Sacharowna Fleisch rieb sich die vollen Händchen und sah mit ihrem liebkosenden, doch etwas verlegenen Blick bald den Franzosen, bald Alexander Iwanowitsch an; sie hatte runde Augen, die ihr aus den Augenhöhlen hervorquollen. Soja Sacharowna mochte etwa an die Vierzig sein; Soja Sacharowna war eine Brünette mit großem Kopf; ihre festen Wangen waren emailliert, und der Puder fiel von ihnen herunter.

»Er ist noch nicht da . . . Sie kommen doch zu ihm?« fragte sie wie beiläufig Alexander Iwanowitsch; in dieser flüchtigen Frage verbarg sich eine gewisse Unruhe; vielleicht verbarg sich darin Feindseligkeit; vielleicht sogar Haß; doch die Unruhe, Feindseligkeit und der Haß verdeckte der Blick und das liebenswürdige Lächeln; so verdeckt die klebrige Süßigkeit der Bonbons, die allenthalben in den Läden verkauft werden, all den Schmutz der ungelüfteten Räume, wo sie gemacht werden.

»Ich werde auf ihn warten.«

Alexander Iwanowitsch verneigte sich vor dem Franzosen, dann langte er nach einer der Birnen, die in einer Fruchtschale auf dem Tisch standen; Soja Sacharowna stellte darauf die Schale etwas weiter weg; Alexander Iwanowitsch aß Birnen gar zu gern. Soja Sacharowna ließ inzwischen den Franzosen nicht los:

»Ja, ja, ja: wir erleben Dinge von geschichtlicher Bedeutung . . . Überall Mut und Jugend . . . Der zukünftige Geschichtsschreiber wird . . . Glauben Sie es nicht? Besuchen Sie nur die Meetings . . . Hören Sie nur die Reden voll überschwenglicher Gefühle; sehen Sie sich nur die Begeisterung an . . .«

Der Franzose schien keine Lust zur Fortsetzung des Gesprächs zu haben.

»Pardon, madame, monsieur viendrat il bientôt?«

Um dieses Gespräch, das sonderbarerweise sein nationales Gefühl verletzte, nicht zu hören, trat Alexander Iwanowitsch ans Fenster, wobei er fast über einen buschigen Bernhardiner stolperte, der auf dem Boden liegend gemächlich einen Knochen bearbeitete.