»Nun, kommen Sie zu Tisch! . . . Essen Sie mit uns zu Abend . . . Aber um eins bitte ich: beim Essen kein Wort von alldem . . . Das ist ja alles ziemlich traurig . . . Und Soja Sacharowna braucht davon nichts zu wissen: sie ist auch so schon von alldem müde . . . Ich selbst bin auch schon ordentlich ermüdet . . . Alle sind wir müde . . . Das machen eben die Nerven . . . Wir sind eben beide nervöse Menschen . . . Also zu Tisch . . . kommen Sie . . .«
Gastfreundlich lockte der schimmernde Tisch.
Wieder war er da, der Traurige und Schlanke
Mehrmals läutete Alexander Iwanowitsch.
Mehrmals läutete Alexander Iwanowitsch vor dem Tor seines düsteren Hauses; der Hausmeister öffnete ihm nicht; hinter dem Tor antwortete auf das Läuten nur Hundegebell; ein Hahn in der Ferne verkündete durch seine krähende Stimme die Mitternacht; und — schwieg dann; die 18. Linie schlängelte sich hin, in die Tiefe, ins Leere.
Überall war Leere.
Alexander Iwanowitsch empfand eigentlich etwas wie Freude: in der Tat, es verschob sich in dieser Weise sein Eintreten in die düsteren Räume zwischen den Wänden; hinter diesen Wänden hört man die ganze Nacht Geräusche, Knacken und Quieken. Und was die Hauptsache war: er mußte, ehe er diesen Raum betrat, im Dunkeln achtmal zwölf kalte Stufen überwinden; er zählte immer erst zwölf, dann machte er eine drehende Bewegung und zählte wieder ebenso viele.
Das machte er viermal hintereinander.
Zusammen also — sechsundneunzig lauttönende, steinerne Stufen; dann blieb er vor einer filzbeschlagenen Tür stehen; voll Angst mußte er den halbverrosteten Schlüssel ins Loch stecken; ein Streichholz anzuzünden war gefährlich: es konnte plötzlich die unglaublichsten Dinge beleuchten, wie zum Beispiel eine Maus oder noch was anderes . . .