Stjopka! . . . Gott sei Dank, Stjopka ist dort . . .

»Und was wünschen Sie? . . .«

»Verzeihen Sie, ich hörte soviel von Ihnen: wir haben gemeinsame Freunde . . . Nikolai Stepanowitsch Lipantschenko, in dessen Hause ich wie ein Sohn aufgenommen bin . . . Ich wollte Sie schon längst kennenlernen . . . Ich hörte, daß Sie ein Nachtschwärmer sind . . . Deswegen hab’ ich mir erlaubt . . . Ich wohne eigentlich in Helsingfors und komme nur hier und da hierher; meine Heimat ist der Süden . . .«

Alexander Iwanowitsch leuchtete es sofort ein, daß sein Gast log, und zwar in ganz unverschämter Weise, denn genau dieselbe Geschichte war ihm schon einmal passiert (wo und wann — das konnte er sich im Augenblick nicht vergegenwärtigen).

Nein, nein, nein: die Sache ist keinesfalls harmlos; doch durfte er nicht verraten, daß er das gemerkt hat; er sagte also in die Dunkelheit hinein:

»Mit wem hab’ ich die Ehre zu sprechen?«

»Ich bin der Perser Schischnarfijew . . . Ich hab’ Sie schon öfters gesehen . . .«

»Schischnarfijew . . .«

»Wir waren heute zu gleicher Zeit dort, bei Lipantschenko. Ich saß dort zwei Stunden und wartete, bis Sie mit Ihrer geschäftlichen Angelegenheit fertig waren, aber ich mußte dann doch fortgehen, ehe Sie herauskamen . . . Soja Sacharowna hatte mir vorher nichts von Ihrem Besuch gesagt. Ich suchte schon längst eine Gelegenheit, Sie zu treffen . . . Ich suche Sie schon längst . . .«

Die letzten Worte riefen wieder in Dudkin eine Erinnerung wach, eine schwache Erinnerung, wie im Schlaf: er fühlte sich angewidert, gelangweilt, angeödet . . .