»Verzeihen Sie: wir haben keine finnischen Messer.«
Die bohrenden Augen sagten gleichsam:
»Wenn du ein Messer in die Hand bekommst . . . dann geschieht manches Unheil . . .«
Wenn sich die Lider gehoben hätten, dann wären die scharf bohrenden Äuglein zu einfachen Augen geworden; aber eine Ähnlichkeit überraschte Dudkin; eine Ähnlichkeit — denken Sie, mit wem? Mit Lipantschenko. Jetzt drehte ihm die Gestalt den Rücken zu und warf ihm einen Blick zu, der selbst einen Ochsen zu Boden gestreckt hätte.
»Es ist ganz gleich: geben Sie mir eine Schere . . .«
Bei sich aber dachte Dudkin: Woher diese Wut in ihm? Woher diese Ähnlichkeit mit Lipantschenko? Aber gleich darauf beruhigte er sich selbst: Ach wo! Ist da überhaupt eine Ähnlichkeit?
Lipantschenko trägt keinen Bart, und dieser dicke Kerl hat einen runden Vollbart.
Aber bei dem Gedanken an Lipantschenko fiel ihm plötzlich alles ein: alles — alles — alles! Jetzt wußte er ganz klar, warum er auf den Gedanken verfallen war, in dieses Geschäft zu gehen. Jetzt wußte er, was er vorhatte.
Vor der Schere stehend, begann er zu zittern:
»Sie brauchen nicht einzuschlagen — nein, nein . . . Ich wohne ganz in der Nähe . . . Ich kann es so tragen, es geht auch so . . .«