Ebenso — die Stimme der Kindheit!

Man hört sie nicht; aber — sie sind da; der Ruf der Kraniche über den Straßen von Petersburg: plötzlich hört man ihn einmal! Ebenso die Stimme der Kindheit.

So etwas wie diese Stimme vernahm auf einmal Nikolai Apollonowitsch.

Wie wenn ein trauriger Jemand, den Nikolai Apollonowitsch noch nie gesehen hatte, um seine Seele einen lichten, durchdringenden Kreis beschrieben hätte und dann in seine Seele eingedrungen wäre; durch die Seele drang das helle Licht seiner Augen hindurch. Nikolai Apollonowitsch fuhr zusammen; es dehnte sich etwas in seiner Seele, was bis dahin ganz zusammengeschrumpft darin gelegen war; leicht floß dieses Etwas in die Unermeßlichkeit hinüber; ja, die Unermeßlichkeit war selbst da und sprach:

»Ihr verjagt mich alle! . . .«

»Was, was, was?« versuchte Nikolai Apollonowitsch zu horchen; die Unermeßlichkeit sprach unentwegt:

»Ich folge euch allen . . .«

So sprach sie.

Nikolai Apollonowitsch sah sich verwundert um, als erwarte er, den Sprecher vor sich zu erblicken; er erblickte aber etwas anderes, und zwar: eine schwimmende Masse von Hüten, Schnurrbärten, Kinnen; weiter zog sich nur einfach der Prospekt hin; und in ihm schwammen Blicke, wie alles jetzt schwamm.

Der neblige Prospekt erschien ihm auf einmal lieb und bekannt; ah — ah — ah! — wie traurig war jetzt der Prospekt; und der Strom der Hüte mit den Gesichtern? Alle an ihm vorbeiziehenden Gesichter — wie waren sie nachdenklich und unaussprechlich traurig.