Der Ton dieser Worte war offensichtlich geheuchelt; Nikolai Apollonowitsch biß sich fast bis zum Bluten auf die Lippen.
Nach Hause, nach Hause . . . Wie konnte er das? Das hieße ja unter vier Augen dem Offizier über sein Benehmen gegen Sofja Petrowna Rechnung geben; das hieße dem beleidigten Gatten vielleicht sogar in Anwesenheit Sofja Petrownas wegen des Wortbruches Genugtuung geben . . . Es war klar: es konnte sich nur um eine Falle handeln . . .
»Ich glaube aber, Ssergeij Ssergeijewitsch, daß aus Gründen, die uns beiden bekannt sind, ein Besuch bei Ihnen für mich nicht ganz passend ist . . .«
»Ach was, lassen wir das!«
Nikolai Apollonowitsch war vernünftig genug, sich nicht weiter zu sträuben.
»Ich bin bereit«, sagte er ergeben. Er verhielt sich auch ganz ruhig; sein Unterkiefer bebte nur ein wenig — das war alles.
»Als gebildeter und humaner Mensch, Ssergeij Ssergeijewitsch, werden Sie mich verstehen . . . Kurz . . . kurz . . . was Sofja Petrowna betrifft . . .«
Weiter kam er nicht.
Sie stiegen nun in die Droschke. Und — es war auch höchste Zeit: denn wo noch soeben die vielen Fahnen flatterten, war jetzt keine einzige mehr zu sehen; aber von dort her, wo das Knattern in zerrissenen Teilen durch die Luft geflogen war, stürzte ein so fest zusammengeknäulter Menschenstrom, daß die Droschken, die hier in einem Rudel gestanden, sich im raschesten Tempo in die entgegengesetzte Richtung davonmachten und den Teil des Newskij-Prospektes zu erreichen suchten, wo die Zirkulation schon wiederhergestellt wurde und nur graue Polizeihauptmänner zu Fuß neben berittener Gendarmerie zu sehen waren.
Die Droschke mit Lichutin und Ableuchow bewegte sich.