Wie der Vogel Strauß sein.

Im warmen, molligen Bett aber zu zittern, schwer zu atmen anfangen — wegen der Herzstöße; sich bangen, fürchten, horchen: bis es dort . . . bumsen . . . knallen wird, dort — hinter dem Schwarm von steinernen Wänden; warten auf das Knallen, das die Stille zerreißt, das Bett, den Tisch, die Wand zerreißen wird; vielleicht auch . . . vielleicht auch . . .

Sich bangen, fürchten, horchen . . . Das wohlbekannte Schlürfen der Pantoffeln hören, die sich nach . . . dem mit nichts vergleichbaren Ort begeben.

Das leichte französische Buch beiseite werfen und nach der Watte, der einfachen Watte greifen, um sich die Ohren zuzustopfen; den Kopf unter das Kissen stecken. Sich dann endgültig überzeugen: Jetzt hilft nichts! Jäh die Decke fortwerfen, um den schweißbedeckten Kopf frei zu machen und in dem Abgrund der Angst einen neuen Abgrund entstehen zu lassen.

Warten und warten.

Es ist nun noch eine halbe Stunde Zeit übriggeblieben; es naht schon die grünliche Erhellung der Morgendämmerung; das Zimmer wird grau, blau; schwächer wird die Flamme der Kerze; noch fünfzehn Minuten; da erlöscht das Licht; langsam fließen die Ewigkeiten dahin; es sind eben keine Minuten, sondern Ewigkeiten; ein Streichholz reiben; es sind nur fünf Minuten vergangen . . . nun sich bei dem Gedanken beruhigen, daß es doch noch nicht bald ist, erst nach zehn langsamen Umdrehungen des Zeitrades, dann — aber durch die Plötzlichkeit erschüttert werden, wenn —

— der nie gehörte, nie sich wiederholende, faszinierende Laut denn doch . . .

— erdonnern wird!!! . . . .


Dann: —