Der Riegel an der . . . Wasserklosettür knackte: Seine Exzellenz, Apollon Apollonowitsch, der gnädige Herr, geruhte von dort in sein Schlafgemach zurückzukehren.
Das Blau des dunklen Korridors wurde bereits von Grau durchzogen, die Zimmer aber leuchteten im Hell; die Kristallanhängsel funkelten: halb acht; die kleine Bulldogge kraute sich, strich, mit der Pfote kratzend, über das Halsband und langte dann mit der Schnauze, der tigerähnlichen, nach dem eigenen Rücken.
»Herrgott, Herrgott!«
»Awdiew, der Kaufmann, war bestohlen worden! . . . Awdiew, der Kaufmann, war bestohlen worden! . . . Chacha, den Provisor, hat man umbringen wollen! . . .«
Wild ausgelassen ergossen sich die Strahlen vom blauen, klingenden, vom kristallblitzenden Himmel.
Mit ungelenken Bewegungen, über die himbeerfarbene Quastenschnur stolpernd, zog Apollon Apollonowitsch seinen wattierten, ein wenig abgeschabten, mausgrauen Schlafrock an; aus den grellhimbeerfarbenen Revers sah sein unrasiertes Kinn hervor (das gestern übrigens noch glatt gewesen war), mit nadelscharfen, dichten, ganz weißen Stoppeln wie frisch in der Nacht gefallener Reif; das Dunkel der Augen- und Backenhöhlenknochen, die — wie wir von uns sagen können — sich über Nacht bedeutend vertieft hatten, zeichneten sich dabei besonders scharf.
Mit geöffnetem Mund und entblößter, behaarter Brust saß er auf seinem Bett, zog langsam die Luft ein, die jedoch, von der Lunge nicht aufgenommen, stoßweise rasch wieder herauskam; er tastete immerzu nach seinem Puls und beobachtete die Uhr.
Ihn schien ein unausgelöstes Aufstoßenbedürfnis zu quälen.
Er dachte weder an die Serie alarmierender Depeschen, die ihn von allen Seiten eilig zu erreichen suchten, noch an den wichtigen Staatsposten, der ihm für immer zu entschlüpfen drohte, noch an — an Anna Petrowna; wahrscheinlich dachte er nur daran, woran man, vor einer offenen Schachtel kohlensaurer Oblaten sitzend, zu denken pflegt.