»Sie sind in Zivil? . . .«
Er tat, als bemerkte er erst jetzt Ableuchow (unsererseits sagen wir aber, daß er Ableuchow schon im ersten Augenblick gesehen hatte), rieb ein neues Streichholz und maß ihn mit den Blicken, wobei er die Brauen hochhob.
»Auch Nikolai Apollonowitsch? . . . Wie geht es Ihnen, Nikolai Apollonowitsch? Nach dem gestrigen Abend dachte ich . . . Sie hatten sich nicht wohl gefühlt? . . . Sie sind etwas stürmisch aus dem Ballsaal verschwunden . . . Seit dem gestrigen Abend . . .«
Wieder flammte ein Streichholz auf; zwei spöttische Augen blickten hinter den Chrysanthemen hervor: Werhefden wußte, daß das Lichutinsche Haus vor Ableuchow geschlossen war; als er bemerkt hatte, daß dieser jetzt, offensichtlich gegen seinen eigenen Willen, hierher geschleift wurde, hielt er es als gut erzogener Mensch für seine Pflicht, sich zu entfernen.
»Ich störe doch nicht? . . . Ich muß nämlich gleich gehen . . . Wir haben unglaublich viel zu tun . . . Ihr Herr Vater, Apollon Apollonowitsch, erwartet mich . . . Ein Generalstreik scheint in Vorbereitung zu sein, da gibt’s nun viel Arbeit für uns . . .«
Ehe ihm geantwortet werden konnte, ging die Tür eilig auf; eine weiße, steife Haube mit einem Schmetterling obenauf erschien in der Öffnung.
»Marwruscha, ich komme nicht zu Besuch . . .«
»Bitte den Herrn, einzutreten: die gnädige Frau ist zu Hause.«
»Ach nein, Marwruscha, übergeben Sie nur bitte diese Blumen der gnädigen Frau von mir . . . Das ist eine frühere Schuld« — wandte er sich mit einem Lächeln an Lichutin und zuckte mit den Achseln, wie der Mann einem anderen zulächelt und mit den Achseln zuckt, nachdem sie gemeinsam einen Abend in Gesellschaft mit Damen zugebracht hatten . . .
»Ich bin sie Sofja Petrowna schuldig geblieben für die vielen verunglückten Witze . . .«