Bei sich aber dachte er:
»So, so: in der Nacht ist mir das Erhängen mißlungen, jetzt die Auseinandersetzung . . .«
Nikolai Apollonowitsch verließ humpelnd den Salon; sein Überwurf glitt ihm auf einer Seite von der Schulter und zog sich wie eine phantastische Schleppe hinter ihm her.
Von den Notabenen, Fragezeichen, Paragraphen, von der nun letzten Arbeit erhob sich der kahle Kopf; dann sank er wieder; im Kamin prasselte und lohte das Feuer; mit boshaft herausforderndem Lächeln und zusammengekniffenen Augen starrte der kahle Kopf in den Kamin.
Was ist das?
Ein schmerzhaft lächelnder Mund, Augen von kornblumenblauer Farbe, Haare wie eine lichte Aureole um den Kopf; der Senator erblickte in der Flamme des Kamins eine Gestalt: Nikolai Apollonowitsch, gekreuzigt, leidend, von Helligkeit schimmernd; er zeigte mit den Augen auf seine roten Wunden an den Handflächen; von oben aber schüttete ein beflügelter Erzengel kühlende Tautropfen über ihn, in die Glut des Kamins . . .
»Er weiß nicht, was er tut . . .«
Plötzlich begann es zu krachen, zu zischen, die Helligkeiten zerrissen und mit den Funken zerstob die leidvolle Gestalt.