»Das soll ein Spiel sein . . .« murmelte er zornig und legte die Karten reihenweise auf den Tisch.
Soja Sacharowna trug die saubergewischte Tasse zum Schrank, mit den Pantoffeln schlürfend.
»Und warum nur gleich böse sein?«
Die Pantoffel schlürften weiter im Zimmer:
»Ich bin gar nicht böse, Mütterchen« — und wieder warf er ihr einen prüfenden Blick zu; sie kreuzte die Arme über dem Leib, der, vom Korsett nicht beengt, sich behäbig rundete; ihr herunterhängendes Doppelkinn wiegte sich beim Gehen; sie näherte sich leise dem Sitzenden und berührte sanft seine Schulter:
»Sie hätten sich doch lieber erkundigen sollen, wieso ich darauf gekommen bin, Sie auszufragen? . . . Weil ich eben selbst von anderen gefragt werde . . . Die Leute zucken mit den Achseln . . . Da dacht ich mir, es ist doch besser, ich weiß alles . . .«
Lipantschenko biß sich auf die Lippen und fuhr fort, mit unruhiger Geschäftigkeit die Karten in Reihen zu legen.
Lipantschenko wußte, daß der morgige Tag für ihn von größter Wichtigkeit ist; gelingt es ihm nicht, sich reinzuwaschen, gelingt es ihm nicht, die Wucht der belastenden Dokumente irgendwie zu beseitigen — dann hat er ausgespielt: Er wußte das alles und pfiff jetzt nur ein wenig durch die Nase:
»Hm: ja—ja . . . Hier ist noch ein freier Platz . . . Nichts zu machen: der König muß hierher . . .«
Aber er hielt es nicht aus: